Automatisches Kleinteilelager (AKL)

Dies ist ein Lagersystem bei dem die Ladeeinheiten mit einem automatischen gesteuerten Regalbediengerät (RBG) in das Regal ein- und ausgelagert werden.

Man unterscheidet:
Einplatzlager
Das Regalgrundsystem besteht aus Regalständerrahmen mit angenieteten Winkeln. Die Regalstützen werden mittels Längsriegeln verbunden und über Vertikalverbände ausgesteift.
Hier erfolgt die Lagerung der Ladeeinheiten auf zwei Winkeln, mit einer oder mehreren Ladeeinheiten hintereinander. Es kommen üblicherweise Kunststoffbehälter oder Stahltablare als Ladeeinheit zum Einsatz.
Die Belastung kann bis ca. 300 kg / Fach und 10.000 kg / Feld betragen.
 
Mehrplatzlager
Das Regalgrundsystem besteht aus einem Palettenregal mit Regalständerrahmen, aussteifenden Tragbalken und Tiefenauflagen, welche zur Lastaufnahme zwischen den Tragbalken angeordnet sind.
Es werden neben Kunststoffbehältern auch sehr oft Kartonagen als Ladeeinheit verwendet, welche dann auf je mindestens zwei Tiefenauflagen abgestellt werden. Dabei werden mehrere Einheiten nebeneinander und auch hintereinander angeordnet.
Die Belastung kann bis ca. 600 kg / Fach und 20.000 kg / Feld betragen.

Commissioner (kleines AKL als Zwischenpuffer)

Regale für Commissioner sind kleine AKL welche sowohl als Ein- als auch als Mehrplatzsystem ausgeführt werden.
Das System dient üblicherweise als Zwischenpuffer und wird von einem stationären Hochgeschwindigkeits–RBG (Hubbalkengerät) bedient.

Palettenregal

Palettenregale

Das Regalgrundsystem besteht aus Ständerrahmen und die Last aufnehmenden Tragbalken, welche auch der Regalaussteifung dienen.
Bei diesem Regalsystem werden die Ladeeinheiten (überwiegend Holzflachpaletten als Ladungsträger) mit einem automatisch gesteuerten Regalbediengerät (RBG) ein- und ausgelagert.
Meistens kommt ein Mehrplatzsystem (abhängig von der Last je Palette) mit überwiegend 3 Ladeeinheiten nebeneinander zum Einsatz. Je nach erforderlicher Umschlagsgeschwindigkeit auch mit einer doppelt tiefen Einlagerung (2 Ladeeinheiten hintereinander).
Belastung bis ca. 4.500 kg / Fach und 40.000 kg / Feld.

Kanallager

Paletten stehen auf Schienen im Kanal hintereinander. In der Schiene kann eine entsprechend flache Verfahreinheit Paletten unterfahren und nach Anheben transportieren, um so Einlagerungen und Auslagerungen vorzunehmen. Die Verfahreinheit gelangt über ein Regalförderzeug mit entsprechender Aufnahmevorrichtung zu einem Kanal.

Bühne für Fördertechnik

Fördertechnikbühnen

Die Unterkonstruktionen bestehen aus warmgewalzten Normprofilen oder kalt verformten Sigmaträgern. Der Belag besteht aus Spanplatten oder Gitterrosten.
Die Bühnen dienen zur Aufnahme der Zu- und oder Abführfördertechnik mit denen die Ladeeinheiten zum Regal hin- und wieder abtransportiert werden.
Je nach Anordnung der Fördertechnik werden die Bühnen auch als Zugang für das Wartungspersonal eingesetzt.
Die Belastung liegt zwischen 250 kg/m2 und 1.000 kg/m2.
Wichtig für die Funktionalität ist die Begrenzung der Durchbiegung, meist zwischen L / 300 und L / 500 der Stützweite.

Kleinteile-Kommissioniertechnik

Kommissioniertechnik für Kleinteile

Hier werden Ladeeinheiten mit einem automatischen Regalbediengerät (RBG) auf Röllchenleisten abgelegt. Die Ladeeinheiten (meistens Behälter) laufen dann über eine schiefe Ebene bis zu einem Endanschlag. Von dort aus wird aus den Behältern händisch kommissioniert. Ggfs. können die Einheiten bis zu einer definierten „Parkposition“ zurück geschoben werden, um dann wieder vom RBG aufgenommen zu werden.
Besonderer Aufmerksamkeit ist neben der ergonomischen Ausgestaltung der Sicherheit gegen Verletzungsrisiken zu schenken.
Die Anlagen können auch mit Pick – to – Light – Systemen, automatischen Kanal – Füllstandsanzeigen oder einer Abführfördertechnik kombiniert werden.
Belastung bis ca. 50 kg / Behälter.